In 2024 verzeichneten die Behörden in Deutschland eine besorgniserregende Zunahme von Fällen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Insgesamt wurden etwa 18.000 Opfer erfasst, wobei Experten davon ausgehen, dass die Dunkelziffer noch höher liegt. Unter den registrierten Opfern waren 16.354 Kinder und 1.191 Jugendliche betroffen.
Die Täter, überwiegend männlich, umfassten auch einige Täter, die selbst noch minderjährig waren. Besonders alarmierend ist der hohe Anteil von Straftaten, die online verübt wurden, darunter das gefährliche Cybergrooming und das schockierende Livestreaming von Missbrauchshandlungen.
Um die Täter effektiver zu identifizieren, plant Bundesinnenminister Dobrindt die Einführung einer Speicherpflicht für IP-Adressen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Ermittlungen zu erleichtern und die Verfolgung der Täter zu verbessern.
Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr sind die aktuellen Zahlen der sexualisierten Gewalttaten nach wie vor alarmierend hoch. Es ist dringend erforderlich, das Dunkelfeld der nicht erfassten Straftaten aufzudecken und effiziente Präventions- und Bekämpfungsstrategien zu implementieren, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen.
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