Altkanzlerin Angela Merkel reflektiert in Bezug auf ihre Flüchtlingspolitik und verteidigt nach zehn Jahren immer noch ihren damaligen Satz ‚Wir schaffen das‘. Die Betonung liegt auf der Bedeutung von Menschenwürde und Menschlichkeit in der politischen Entscheidungsfindung. Ihre Worte vor etwa einem Jahrzehnt, als sie die Aufnahme von Hunderttausenden Geflüchteten ankündigte, haben bis heute tiefe Spuren in Deutschland hinterlassen.
Die Flüchtlingspolitik unter Merkels Führung führte zu einer erheblichen Anzahl von Asylanträgen, überfüllten Unterkünften und einem akuten Mangel an Wohnraum während der Jahre 2015 und 2016. Diese Entwicklungen hatten weitreichende Folgen für die politische Landschaft: Sie polarisierten die Stimmung und begünstigten das Erstarken der rechtspopulistischen AfD.
Innerhalb der CDU spalteten sich die Positionen, bis es zu einem Bruch mit Merkels Politik kam, verkörpert durch Friedrich Merz. Merkel selbst betont weiterhin die Notwendigkeit einer europäisch koordinierten Flüchtlingspolitik, um Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Meinungsumfragen zeigen eine zunehmende Unterstützung für restriktivere Maßnahmen in der Flüchtlingspolitik, während Merkel ihren Beitrag zur Integration positiv bewertet und Merz eine kritische Bilanz zieht.
Abschließend bleibt Angela Merkel bei ihrer festen Überzeugung, dass eine humanitäre Flüchtlingspolitik von zentraler Bedeutung ist. Ihre Entscheidungen haben die politische Landschaft in Deutschland maßgeblich geprägt und implizit zur Entstehung der AfD beigetragen. Die Debatte rund um Flüchtlingspolitik und Integration bleibt kontrovers, wirft grundlegende Fragen zur europäischen Zusammenarbeit auf und fordert weiterhin eine differenzierte Betrachtung und Diskussion.