Donnerstag, 15.01.2026

Eltville erneuert Geländer am Rheinufer und bewahrt historischen Charakter

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Die Stadt Eltville am Rhein hat das historische Geländer am Rheinufer gegenüber dem Biedermeierbeet erneuert. Ziel des Projekts war es, das denkmalgeschützte Erscheinungsbild zu erhalten und zugleich die heute geltenden Sicherheits- und Statikanforderungen zu erfüllen. Auftraggeber waren die Stadt Eltville gemeinsam mit den Eltviller StadtWerken; ausgeführt wurde die Arbeit vom Metallbaubetrieb Metallbau Schmidt.

Planung und Zusammenarbeit

Die Erneuerung erfolgte in enger Abstimmung mit der zuständigen Denkmalbehörde. Grundlage der Planungen war eine vollständige Laserscanaufnahme des betroffenen Geländebereichs. Auf dieser Basis wurden statische Nachweise erstellt und Ausführungsdetails festgelegt, die den historischen Charakter des Geländers berücksichtigen sollten.

Erhalt und Nachbau der Pfosten

Ursprünglich war vorgesehen, möglichst viele der vorhandenen Pfosten zu erhalten. Bei der Demontage zeigte sich jedoch, dass lediglich vier Pfosten restauriert werden konnten. Um das einheitliche Erscheinungsbild zu wahren, wurde ein erhaltener Pfosten exakt vermessen und als Vorlage genutzt. Dieser Pfosten wurde detailgetreu nachgebaut und aus 14 neu konstruierten Bauteilen zusammengesetzt. Die Fertigung erfolgte mit moderner Metallbautechnik und einem präzisen Laserschweißverfahren.

Neue Geländerfüllung und Sicherheitsanforderungen

Die Geländerfüllung orientiert sich optisch am historischen Bestand, erfüllt aber gleichzeitig die aktuellen Sicherheitsanforderungen. Eingesetzt wurde ein dezentes Edelstahlnetz als Füllung, das die geforderten Absturzsicherungen gewährleistet. Durch die Kombination aus originalgetreuen Nachbildungen und zeitgemäßer Technik sollen sowohl Denkmalwerte als auch Nutzungsanforderungen berücksichtigt werden.

Nach Angaben der Stadt gibt die Erneuerung dem Rheinufer einen weiteren hochwertigen Abschnitt, in dem historischer Charakter und moderne Sicherheit miteinander verbunden werden. Die Arbeiten wurden zum 17. Dezember 2025 abgeschlossen.

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