Berufstätige Menschen sind in zunehmendem Maße von Wohnungslosigkeit betroffen, was als besorgniserregender Trend eingestuft wird. Die Wohnungsnotfallhilfe verzeichnet einen Anstieg an erwerbstätigen Klienten, insbesondere aufgrund des Mangels an Sozialwohnungen. Die Problematik betrifft nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Familien und Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit.
Laut Berichten waren gut 13 Prozent der Klienten der Wohnungsnotfallhilfe im Jahr 2023 erwerbstätig, was einem Anstieg von fast zwei Prozentpunkten im Vergleich zu 2015 entspricht. Besonders alarmierend ist, dass knapp drei Viertel dieser Klienten über keinen abgesicherten Wohnraum verfügten. Der statistische Anstieg der Wohnungslosenzahlen auf 474.700 Menschen im Januar 2025, ein Anstieg um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr, verdeutlicht die Dringlichkeit des Problems.
Die BAGW setzt sich für eine verstärkte soziale Wohnraumförderung und Prävention ein, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Die Forderungen richten sich an die Bundesbauministerin, konkrete Maßnahmen zur Schaffung von bezahlbarem sozialen Wohnraum und Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Angesichts des als unrealistisch angesehenen Ziels der Abschaffung von Obdach- und Wohnungslosigkeit bis 2030 appelliert die BAGW an die Regierung, zügig und entschlossen zu handeln, um den besorgniserregenden Trend zu stoppen.